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13125 Berlin

Pankower Nächte sind laut

Kurzmitteilung

Pankower Nächte sind laut,

Berliner Abendblatt, 28.10.2017

Deutsche Bahn montiert Schallschutzwände zwischen Bornholmer Straße und Blankenburg „Es wird dereinst eine Zeit kommen,da wird man den Lärm ebenso bekämpfen müssen, wie heute die Cholera oder die Pest“ – Robert Koch,visionärer Mikrobiologie-Pionier,wusste es schon damals: Lärm hat sich zu einem der größten Gesundheitsrisiken überhaupt gemausert. Besonders betroffen sind Anwohner an Flughäfen und Schienensträngen. Auch durch Pankow donnern tags und nachts endlos lange Kesselwagen-Züge, vor allem zur PCK-Raffinerie nach Schwedt. Die Strecke der Stettiner Bahn ist berüchtigt wegen ihres hohen, lärmenden Verkehrsaufkommens. „Nachts mit Spitzen bis zu 98 Dezibel.Eindeutig gesundheitsgefährdend“,sagt Dietrich Peters, Chef der Bürgerinitiative Nord/Ost – Gesund leben an der Schiene“ (BINO). In der Luft die Flieger nach TXL; am Boden die stampfend-lärmenden Waggons – das sei unerträglich für viele. Seit Jahren ringt BINO deshalb mit Deutscher Bahn und Behörden um Schallschutz und leisere Trassen. Lärmbelastete Wohnungen. Jetzt gibt es erste Erfolge: Anfang Oktober startete Berlins Bahnchef, Alexander Kaczmarek, an der Pankower Dolomitenstraße ein umfangreiches Schallschutz-Projekt. Eine Attrappe zunächst – doch bis Mai 2018 sollen sie stehen: die fünf Kilometer langen Schallschutzwände zwischen Bornholmer Straße und Blankenburg; beiderseits der Gleise; je nach Geländebeschaffenheit zwei bis drei Meter hoch. Fast acht Millionen Euro investiert der Bund dafür; zusätzlich werden 500 besonders lämbelastete Wohnungen für 170.000 Euro mit dämmenden Fenstern und Lüftern ausgestattet. „Die Gesundheit der Menschen ist uns wichtig“, sagt Kaczmarek. Die Bahn unternehme viel für einen Schienenverkehr, der so „leise wie möglich ist“. 3.700 des bundesweit fast 33.500 Kilometer umfassenden Schienennetzes gelten als besonders lärmbelastet. Doch einen Anspruch von Betroffenen auf Lärmschutz gibt es nur dort, wo etwa neue Gleise gelegt werden. Sanierte Strecken. Wie an der „Stettiner Bahn“ – die Strecke wird in den nächsten Jahren stark ausgebaut, erhält ein zweites Ferngleis, dann sollen die Züge 160 Kilometer schnell dahin donnern dürfen. Ob Schallwände ausreichend Schutz dagegen bieten, ist umstritten. Experten jedenfalls sehen sie eher skeptisch, weil sie den Schall nur umlenkten, Sichtachsen störten, Bodenvibrationen ja weiterhin blieben. Auch für TU-Professor Markus Hecht ist es der „falsche Weg, die Mauern zu bauen“. Er fordert, den Lärmschutz an der Quelle zu packen – also beispielsweise den Einsatz verbesserter Schienen, von leiseren Rädern und Bremssystemen. Bis 2020 investieren Bund und Bahn weitere 600 Millionen Euro in den Lärmschutz, rüsten den Wagenpark um, sanieren belastete Strecken; 35.000 der 64.000 Güterwagen rollen bereits auf leiseren Sohlen. Ohne Sperrung. Ob darunter bereits die Kesselwagen zum PCK Schwedt sind, ist ungewiss. Vermutlich werden die Pankower Nächte mit dem zweiten Gleis und dann höheren Geschwindigkeiten kaum ruhiger werden. Schon gar nicht in den nächsten Monaten: Vor allem nachts werden die Wandelemente gesetzt – „die Strecke ist zu wichtig, um sie tagsüber zu sperren“, sagt Kaczmarek und bittet die Anwohner um Verständnis. Diese nehmen es wohl resignierend hin. Ohnehin wundern sie sich, dass die Lärmschutzwände nur bis Blankenburg reichen. „Ist der Lärm etwa nur wenige Meter weiter nicht mehr gesundheitsgefährdend?“, fragt Dietrich Peters von BINO. Sie fordert Schutzwände bis Bernau. Dies lehnt das Eisenbahn-Bundesamt mit der Begründung ab, diese Strecke werde in absehbarer Zeit nicht weiter ausgebaut, also gäbe es hier keinen Anspruch auf Schutzwände.

BINO wird weiter kämpfen…

JÜRGEN ZWEIGERT

Demo Aufruf

Kurzmitteilung

Demo-Aufruf

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter in Sachen Verkehrslärm,

ie Bürgeriniative Berlin Nordost “Gesund leben an der Schiene” e.V.  ruft Sie zur Teilnahme an einer Mahnwache für die unbekannten Opfer des Verkehrslärms auf.

Anlässlich des

 „Tages gegen Lärm“ (20.Jahrestag) am 26.April 2017

 um 11:30 – 12:30 auf dem Platz vor dem neuen Tor/Invalidenstraße –

gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Invalidenstraße 44 Weiterlesen

Planfeststellungsbeschluss Karower Kreuz

Kurzmitteilung

Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes zum

“Ausbau Knoten Berlin; Nordkreuz (a) – Karow (2. Baustufe) sowie Grunderneuerung S2 Mitte“

 

Das Dokument ist unter folgendem Link auf der Webseite des EBA zu finden und kann heruntergeladen werden:

 

http://www.eba.bund.de/DE/HauptNavi/Infrastruktur/Planfeststellung/Beschluesse/BE/be_node.html

 

Ausbau Nordkreuz – Karow (2. Baustufe)

2. Stufe der Lärmaktionsplanung Panketal – Öffentlichkeitsbeteiligung

Kurzmitteilung

Mitteilung

2. Stufe der Lärmaktionsplanung Panketal – Öffentlichkeitsbeteiligung

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes Panketal  liegt mit Bericht (Planstand 10/2014)  in der Zeit vom 15.01.2015 bis einschließlich 16.02.2015 zur allgemeinen Einsichtnahme und Möglichkeit zur Stellungnahme im Rathaus der Gemeinde Panketal, Schönower Str. 105, Raum 110, 16341 Panketal während folgender Zeiten zu jedermanns Einsicht öffentlich aus: Mo./ Die./ Do. von 09.00 bis 12.00 Uhr; Mi./ Fr. von 10.00 bis 12.00 Uhr sowie Die. von 14.00 bis 18.30 Uhr und Do. von 14.00 bis 17.00 Uhr oder nach Terminvereinbarung (030/ 945 11-110) auch außerhalb dieser Zeiten öffentlich aus. Während der Auslegungsfrist kann jedermann Stellungnahmen zu dem Entwurf schriftlich oder während der genannten Dienststunden zur Niederschrift bei der Gemeinde Panketal, Schönower Str. 105, Orts- und Regionalplanung, Raum 110, in 16341 Panketal,  abgeben.

Im Zuge dieser Öffentlichkeitsbeteiligung wird am 05.03.2015 um 19 Uhr im Ratssaal der Gemeinde auch eine Informationsveranstaltung stattfinden, zu der bereits heute alle interessierten Einwohner Panketals herzlich eingeladen sind.

S. Pladeck, Orts- und Regionalplanung, 14.01.2015

http://www.panketal.de/web/index.php?option=com_content&view=article&id=57&Itemid=76

Lärmmessung an der Stettiner Strecke in Karow

Kurzmitteilung

Schallpegelmessungen in 13125 Karow an der

„Stettiner Strecke“ im März und April 2014

Allgemeine Bemerkungen zu den Messungen:

schall 1

Die Messungen erfolgten mit kalibrierten Schallpegelmessern der Firma PCE
und wurden vor den Messungen kalibriert.
Es wurde mit einer Messrate von 0,125 s je Einzelmessung gemessen.
Die aufgenommenen Werte sind in entsprechenden Tabellen dargestellt
und können eingesehen werden.
Weiterhin sind die Daten zu den Messzeiten und den Zug-Arten in den vor Ort
aufgezeichneten MP4-Files dokumentiert.
Durchgeführt am:
A 06.03.2014 18:00 Uhr bis 07.03.2014 04:00 Uhr, (weniger durch Nebelbildung)
in der Liebenstraße, Am Kiebitzpfuhl und der Beuthener Str.
B 13.03.2014 18:00 Uhr bis 14.03.2014 06:00 Uhr,
in der Kernerstr.
C 20.03.2014 18:00 Uhr bis 21.03.2014 06:00 Uhr
in der Liebenstraße und Florastr.
D 26.04.2014 18:00 Uhr bis 27.04.2014 06:00 Uhr
in der Boenkestr., Streckfußstr. und Liebenstr.

Ergebnisse der Messungen

Die Zugbewegungen im Zeitraum der Messungen:

Zug-Art Anzahl der
Bewegungen
A B C              D
REGIO Zug 14 12 12             9
Lokomotiven Solo 5 10 2               3
Kesselwagenzug 24 28 36             31
ICE 1 1 1               1
ODEG 10 14 10              8
Güterzug 8 9 10              5
NBB 3 0 4                0
S-Bahnzüge 67 51 84               87
Bewegungen insgesamt 132 125 163             144

 

Maximaler Vorbeifahrtpegel der unterschiedlichen Zug-Arten

im Abstand von 30m, 40m, 46m, 94m, 160m, 230m und 251m:

Zug-Art maximale Pegel eines Zuges dieser Zug-Art in dBA
A (30m) B (251m) C (40m)     D (46m)
REGIO Zug 90,3 76,4 76,5       77,9
Lokomotiven Solo 91,5 67,5 78,4       92,3
Kesselwagenzug 95,8 69,7 91,0      105,1
ICE 72,0 60,1 65,8       76,7
ODEG 78,9 68,5 83,4       76,7
Güterzug 93,9 69,4 86,5       81,3
NEB 79,1 ohne 73,6           0
S-Bahnzüge 79,6 71,1 72,9        89,8

 

Aus den vorher erfolgten  Messreihen, die für die Optimierung der Messungen dienten, konnten folgende Zugbewegungen ermittelt werden.

Datum / Zeitraum Anzahl der Bewegungen
22. / 23.09.2013, 18:00 Uhr-06:00 Uhr 85 wenig durch Baumassn.
24. / 25.10.2013, 18:00 Uhr-06:00 Uhr 154
09. / 10.01.2014, 18:00 Uhr-06:00 Uhr 168

schall

Weitere Messreihen befinden sich in Vorbereitung.Wir werden darüber berichten.
Informieren Sie sich bitte auch auf unserer Gesundheitsseite.

 

Lärmmessungen

Kurzmitteilung

BINO e.V. hat Messgeräte angeschafft, um die Höhe der tatsächlichen Lärmbelastung nachzuweisen. Mit diesen Geräten kann der Schallpegel gemessen werden. Zusätzlich soll mit einem visuellen Aufzeichnungsgerät der Schallpegel einem bestimmten Zugtyp zugeordnet werden können. Wir danken allen die uns dabei geholfen haben. Insbesonderer Dank gilt den Sponsoren, der Gemeinde Panketal, dem Bezirksamt Pankow und den Einzelspendern die es ermöglicht haben ein entsprechendes Messequiment zu beschaffen. Beratend stand uns für diese Messungen die Abteilung Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice des Bezirksamtes Pankow, Prof. Windelberg der Uni Hannover und das Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (UfU) zur Seite.