Parlamentarischer Abend 11.11.2015

Kurzmitteilung

Bahnlärm – Die Betroffenen kommen zu Wort!

In Zusammenarbeit mit der BINO (Bürgerinitiative Berlin NordOst) hatte Klaus Mindrup am 11. November 2015 zum Parlamentarischen Abend „Bahnlärm – Die Betroffenen haben das Wort!“ eingeladen. Der Einladung waren Initiativen und Betroffene aus ganz Deutschland gefolgt.

Über 6 Millionen Menschen an bestehenden Eisenbahnstrecken müssen schutzlos gesundheitsgefährdenden Lärm ertragen, führte Prof. Dr. Hecht von der TU Berlin aus. Weiterhin machte er deutlich, dass es eine Vielzahl von Maßnahmen zum Lärmschutz gebe, wobei hohe Lärmschutzwände i.d.R. die schlechteste Variante sind.

In seiner Antwort auf eine Anfrage von Klaus Mindrup hatte der wissenschaftliche Dienst des Bundestages herausgearbeitet, dass die bisherigen rechtlichen Regelungen zum Schutz vor Schienenlärm verfassungsrechtlich zumindest fraglich seien.

Ulli Nissen, Bundestagsabgeordnete aus Frankfurt a./M. forderte, die Gesundheit der betroffenen Menschen in den Blick zu nehmen und nicht weiter zu gefährden. Andere Länder wie die Schweiz und Japan zeigen, dass man Bahnlärm durch ein Bündel von Maßnahmen, beginnend an der Quelle, deutlich reduzieren kann.

Im Ergebnis der Veranstaltung hält Mindrup als Fazit fest, „dass wir wie in der Schweiz einen Infrastrukturkonsens brauchen. Ja zur Bahn, bei gleichzeitiger Einführung eines flächendeckenden, wirksamen Lärmschutzes auch an Bestandsstrecken.“

Die Bürgerinitiativen begrüßten diese Forderung. Zukünftig soll die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundestag noch enger werden. Insbesondere mit der Parlamentsgruppe Bahnlärm soll die Zusammenarbeit intensiviert werden. „Es ist an der Zeit, die Kräfte zu bündeln! Die Betroffenen warten zum Teil seit Jahrzehnten auf Hilfe.“, so Mindrup.

Weiter ausführliche Informationen bei der nächsten Mitgliederversammlung

 

ALD-Veranstaltung Lärmbedingte Betriebsbeschränkungen im Schienenverkehr

Kurzmitteilung

 

IMAG1519

 ALD-Veranstaltung Lärmbedingte Betriebsbeschränkungen im Schienenverkehr

Der ALD (Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. – DEGA)  hatte gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt  des Landes Sachsen-Anhalt zum 16. 11. 2015 Politiker, Bahnverantwortliche und Mitglieder von Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland nach Berlin eingeladen. Gastgeber war die Landesvertretung Sachsen-Anhalt in der Luisenstraße.

Lärmbedingte Betriebsbeschränkungen kennt jeder vom Straßenverkehr, aber auch im Flugverkehr versucht man durch Nachtflugverbote die Gesundheit der Bürger besser zu schützen. Beim Bahnverkehr gibt es bisher keine lärmbedingten Betriebseinschränkungen – weder in Form von Nachtfahrboten überalteter Güterwagen noch durch Geschwindigkeitsbeschränkungen. Der Druck der Anwohner wächst, auch immer mehr Politiker und Gesundheitsexperten fordern eine deutlichere Reduzierung des Zuglärms, vor allem in der Nacht.

Im Schienenverkehr ist ein schnelles Reagieren schwierig, da am Tag der Personenverkehr Vorrang hat. In der Nacht bringt eine Verlangsamung von Zügen nicht nur  logistische Probleme der Fahrplanerstellung, sondern auch eine Reduzierung der möglichen Durchfahrten. Weniger Zugverkehr hat wirtschaftliche Konsequenzen  bzw. würde eine noch größere Verlagerung des Warenverkehrs auf die Straße bedeuten.

Fakt ist, dass die Verantwortlichen viel zu lange gewartet haben, um die Probleme anzugehen. Ohne die Akzeptanz der Anwohner kann es keinen weiteren Ausbau des Güterverkehrs geben. Die Gelder, die die Bahnbetreiber über viele Jahre auf Kosten der Anwohner gespart haben, mussten diese mit Gesundheitsschäden – und alle Bürger durch höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen.

Die Schweiz hat gezeigt, wie man das Problem systematisch anpackt. Gesetzlich ist der Schutz der Anwohner und auch die regelmäßige Kontrolle durch vorgeschriebene Messungen geregelt, so dass bis 2020 das umfangreiche Maßnahmepaket abgeschlossen sein soll.

Deutschland, als Transitland im Herzen Europas,  hat nun auch begonnen und will bis 2020 zumindest alle deutschen überalterten Güterwaggons mit neuen Bremklötzen nachrüsten bzw durch neue Wagen ersetzen lassen.  Hier gibt es aber noch sehr viele offene Fragen.

Die EU tut sich noch schwer, da in vielen Ländern der Leidensdruck bzw. die Organisiertheit der Betroffenen offensichtlich noch nicht so groß ist, wie in Deutschland, doch ab 2020 dürften auch deren alte Waggons zumindest nicht mehr durch Deutschland und die Schweiz fahren.

Programmablauf: Weiterlesen

Parlamentarischer Abend im Bundestag zum Thema Schienenlärm

Kurzmitteilung

Parlamentarischer Abend im Bundestag zum Thema Schienenlärm

 

Unter der Schirmherrschaft von Klaus Mintrup (Bundestagsabgeordneter für Pankow) findet am Mittwoch, dem 11. November ein parlamentarischer Abend im Bundestag zum Thema Bahnlärm statt. Die Veranstaltung ist fraktions- und ausschussübergreifend. Die Parlamentsgruppe Bahnlärm ist mitbeteiligt.

Auf dem Podium sollen sitzen:

  • Vertreter aus der Schweiz
  • Vertreter verschiedener BI´s (werden von Parlamentariern eingeladen)
  • Herr Prof. Hecht

Leider kann aus Platzgründen nur eine begrenzte Anzahl Betroffener teilnehmen. Wir werden aber ausführlich berichten.

 

 

 

Geplanter Schallschutz von Blankenburg bis Karow – aber Bewohner der letzten 500 m bleiben ungeschützt

Kurzmitteilung

Geplanter Schallschutz von Blankenburg bis Karow – aber Bewohner der letzten 500 m bleiben ungeschützt

Das Planfeststellungsverfahren ist fast abgeschlossen, doch die letzten Häuser,  zwischen Danewend und Schönerlinder Straße, an der Bahnstrecke Karow warten vergeblich auf ein Ende des nächtlichen Aufwachterrors. Warum man bei einem so großen Bauaufwand von 138 Millionen Euro dieses letzte Stück in Karow ungeschützt lässt, ist nicht nachvollziehbar. Für dieses Teilstück wurde keine Sanierung von der Politik bestellt. Eine Wand wäre nur auf einer Seite notwendig – dort, wo auch Haus neben Haus steht, wie an der Strecke davor – auf der anderen Seite sind Felder und Gärten. Mit Recht fragen diese Bürger: Ist unsere Gesundheit weniger wichtig als die der anderen Karower?. Hätte man nicht eine Sache richtig zu Ende bringen können, so dass man am Schluss sagen kann: Blankenburg und Karow sind komplett lärmsaniert? Die betroffenen Bürger und ihre Sympathisanten wollen an Herrn Grube schreiben und bitten um Unterstützung.

Musterbrief an DB AG

Beteiligung an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahnbundesamtes

Kurzmitteilung

Beteiligung an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahnbundesamtes

Im Beteiligungsprozess der Lärmaktionsplanung bekommen Sie die Möglichkeit, sich zu Ihrer persönlichen Lärmsituation zu äußern. Wenn Sie sich angemeldet haben, können Sie einzelne Orte angeben, an denen Sie sich durch Schienenlärm an Haupteisenbahnstrecken belästigt und gestört fühlen.”

wird durch das Eisenbahnbundesamt versprochen.

Einfach testen: https://www.laermaktionsplanung-schiene.de/ecm-politik/lapeba/de/mapconssurvey/47035

Nur noch bis 30.06.2015 !

Nächste Aktivitäten der BINO

Kurzmitteilung

Nächste Aktivitäten der BINO

–  Am 16.6.2015 traf sich der Vorstand der Bino mit dem Vertreter des Bürgervereins Buch, Herrn Lochow, und Herrn Kraft, der sowohl in der BINO als auch in der Bürgerstiftung Karow aktiv ist. Es ging um einen ersten Gedankenaustausch für eine Zusammenführung möglichst vieler Bürgerinitiativen im Nordosten Pankows.  Ziel ist, Probleme aufzuzeigen und Lösungen zu finden im Themenbereich Inrastuktur-Verkehr. Dazu werden demnächst Einladungen an die verschiedenen Bürgerinitiativen gehen, um einen Termin für ein erstes Treffen vorzuschlagen. Weiterlesen

Einladung zum Bürgerforum

Kurzmitteilung

Einladung zum Bürgerforum

 

 

Am  Dienstag, dem 21 April 2015 findet das nächste Bürgerforum der BINO - Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost - Gesund leben an der Schiene e.V.  statt.

Motto:

Das Maß ist voll

- Gemessene Lärmpegel übertreffen gesetzliche Grenzwerte

- unsere Gesundheit ist akut gefährdet

Weiterlesen