Brief an Eisenbahnbundesamt zum Planfeststellungsverfahren Berlin Knoten Nordkreuz

Brief an Eisenbahnbundesamt zum Planfeststellungsverfahren Berlin Knoten Nordkreuz

Als  Reaktion auf die für uns unakzeptable Entscheidung gegen die außerhalb des Planfeststellungsbereiches wohnenden  Lärmbetroffenen (nördliches Karow bis Bernau) haben wir folgenden Brief geschrieben:

Eisenbahn-Bundesamt

Zentrale

Herrn Präsident Gerald Hörster

Postfach 200 565
53135 Bonn
Heinemannstraße 6
53175 Bonn

Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 AEG

für das Vorhaben

“Ausbau Knoten Berlin; Nordkreuz (a) – Karow (2. Baustufe) sowie Grunderneuerung S2 Mitte“ Bahn-km 8,3 – 12,5 der Strecken 6081 Berlin – Stralsund bzw. 6002 Berlin – Bernau

Sehr geehrter Herr Präsident Hörster ,

bezugnehmend auf den Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 AEG für das Vorhaben „Ausbau Knoten Berlin; Nordkreuz (a)-Karow(2. Baustufe) sowie Grunderneuerung S2 Mitte“ Bahn-Km 8,3 -12,5 der Strecken 6081 Berlin-Stralsund bzw. 6002 Berlin-Bernau vom 05.07.2016 der Außenstelle Berlin, Steglitzer damm 117, 12169 Berlin, Az 511ppa/007-3364 haben sich für uns (BINO –Bürgerinitiative Nord-Ost, Gesund leben an der Schiene) Fragen ergeben.

Wir nehmen weiterhin Bezug auf unsere Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben ,,Nordkreuz(a) – Karow (2. Baustufe) sowie Grunderneuerung S 2 Mitte, km 8,3 – 12,525″ Anlagen: Erwiderungen der Vorhabenträgerin zu lhren Stellungnahmen/ Einwendungen, Bekanntmachung vom 28.04.2015:

Während Berlin-Blankenburg und Berlin-Karow lt.o.g. Planfeststellungsbeschluß Lärmschutz erhalten, soll die weiterführende Strecke Berlin-Buch bis Bernau nicht bedacht werden, obwohl wir von den gleichen Zügen, und in Zukunft auch von der geplanten Geschwindigkeitserhöhung und Zugdurchfahrtsverdichtung gleichermaßen betroffen sind. Alle baulichen Maßnahmen (u.a.12 Brücken bis Bernau) deuten darauf hin, dass die gesamte Strecke von Berlin-Pamkow bis Bernau verändert und auf höhere Geschwindigkeit und Erhöhung der Zugdurchfahrtsfrequenz ertüchtigt wird. Uns ist unbegreiflich, wieso der Lärm, der in Blankenburg und Karow Lärmschutzmaßnahmen erfordert, nur wenige Meter weiter schon nicht mehr gesundheitsgefährdend sein soll. (Planfeststellungsbeschluss Seite 97/98).

Wir fordern unseren Rechtsanspruch aus dem planungsrechtlichen Gesamtzusammenhang umzusetzen.

Die von Ihrem Amt errechneten Lärmgrößen entsprechen nicht den von uns ermittelten (gemessenen) Lärmpegeln. Durch aufwendige Messungen mit eigenen und zertifizierten Geräten vom BER konnten wir nachweisen, dass nachts Spitzen bis zu 98 dB(A) erreicht wurden, was eindeutig im gesundheitsgefährdenden Bereich liegt, da es zu ständigen Aufwachereignissen führt (siehe NORA-Studie).

Wir fordern darum den o.g. Planfeststellungsbeschluß durch ein erweitertes Planfeststellungsverfahren in einen planungsrechtlichen Gesamtzusammenhang zu stellen von Berlin-Pankow bis Bernau, um unser verfassungsgemäßes Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit zu wahren. Auch Ihre Behörde und Sie als Präsident des Eisenbahnbundesamtes unterliegen den Verpflichtungen aus dem Grundgesetz.

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Peters

Vorsitzender der BI BINO