Mahnwache für die unbekannten Lärmtoten

Mahnwache für die unbekannten Lärmtoten
IMG-20170426-WA0003Am 26. April 2017, fand der 20. Tag gegen Lärm (International Noise Avareness Day) statt, initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.)
In Berlin beteiligten sich Bürgerinitiativen gegen Schienen- und Flugzeuglärm mit einer “Mahnwache für die unbekannten Lärmtoten” vor dem Verkehrsministerium in der Invalidenstraße an dieser Aktion. Bewußt wurde der Termin in der Mittagsstunde gewählt, damit die Mitarbeiter des Ministeriums unseren Protest gegen die viel zu langsame Veringerung gesundheitsgefährdenten Lärms wahrnehmen, auch wenn so der größte Teil unserer Mitglieder nicht teilnehmen konnten.

Außer Aktivisten der Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost – Gesund leben an der Schiene e.V. (BINO), die diese Mahnwache initiiert hatten, nahmen Vertreter verschiedener Bürgerinnitiativen gegen Flug- und Bahnlärm teil.
Herr Kirchhoff aus Bonn vertrat das Bürgerinitiativen-Netzwerk “BIN gegen Bahnlärm e.V. – Allianz für ein lebenswertes Rheintal” , Frau Elke Wagner die” Initiative Angermund e.V” im Norden Düsseldorfs. Herr Uwe Ritterstadt sprach für die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V (BVS)., dem deutschlandweiten Dachverband der Schienenlärmgegner.
Aus Zeuthen kamen Vertreter von “Für Lebensqualität – Initiative gegen Bahnlärm in Zeuthen” und vom Bürgerverein “Leben in Zeuthen”, der sich besonders gegen nächtlichen Fluglärm und den Bau einer dritten Startbahn richtet. Die Zeuthener sind besonders von Lärm betroffen, da ihnen sowohl Flugzeuge als auch Güterzüge Nacht für Nacht den Schlaf rauben.
Die Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost – Gesund leben an der Schiene e.V. (BINO) hatte die Idee für die Mahnwache entwickelt  und die anderen angesprochen. Die meisten Bürgerinitiativen hatten allerdings zu diesem Zeitpunkt schon eigene Pläne zum Tag gegen Lärm in ihrer eigenen Region.
Die BINO stellte auf dem Platz am Neuen Tor einen symbolischen Grabstein auf für die unbekannten Opfer des Lärms. Allnächtliches Aufwachen duch Flug- Schienen- oder Straßenlärm führen nachweislich zu höheren Gesundheitsrisiken und verkürzen das Leben vieler Anwohner.

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     Foto:Wolfgang Mehlhausen, Berlin

Von den Politikern war nur Stefan Gelbhaar anwesend, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und Sprecher für Verkehrs- Medien- und Netzpolitik der Grünen im Abgeordnetenhaus. Er sprach über die Probleme beim Durchsetzen der berechtigten Forderungen von Lämbetroffenen. Dass aber die Gefahr für die Gesundheit der Anwohner wohl gesehen würde und darum Schritt für Schritt weiter an der Verbesserung der Situation gearbeitet werden muss.

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Foto: Elke Wagner, Düsseldorf-Angermund