Aktuelle Situation Lärmschutz an der Stettiner Bahn

Kurzmitteilung

Aktuelle Situation Lärmschutz an der Stettiner Bahn

Die Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost – Gesund leben an der Schiene e.V. kämpft seit mehr als acht Jahren für mehr Lärmschutz an der Stettiner Bahn. Bisher gehörten zu unseren Mitgliedern Anwohner von Blankenburg, Karow, Buch und Panketal. Ein Teil der Betroffenen werden zur Zeit mit Lärmschutz versorgt. Auf Grund von Gleisveränderungen von Blankenburg bis Karow gibt es aufwändige Lärmsanierungsarbeiten. Ab Danewend in Karow gehen die Betroffenen aber leer aus, obwohl sie den gleichen Lärm ertragen müssen, wie die Blankenburger und Karower. Darum muss unsere Bürgerinitiative weiter für die Rechte der Anwohner kämpfen, zumal jetzt immer mehr Interessenten von Bernau dazukommen.

Am 11.09.2018 lud die Deutsche Bahn zum Bürgerdialog in die Rotunde der Grundschule am Blumenhag nach Bernau ein. Es ging um die sukzessive Erneuerung von 13 Eisenbahnbrücken von Karow bis Bernau. Herr Kulecki berichtete ausführlich über den Planungsstand  und die zu erwartenden Einschränkungen und Belastungen während der Bauphasen. Mit Filmen wurden die Veränderungen simuliert. Da nur in den Brückenbereichen Gleisveränderungen vorgenommen werden, sind nur dort Lärmschutzwände geplant – alles andere bleibt ohne Lärmschutz wegen des  „Bestandsschutzes“. Auch für den weiteren Ausbau der Zweigleisigkeit und für einen 10-Minutentakt konnte Herr Kulecki den Bernauern trotz der überfüllten Züge während der Hauptverkehrszeiten keine Hoffnung machen, denn solche Veränderungen müßten vom Land Brandenburg bestellt werden (wer bestellt, zahlt dafür).

Herr Kulecki als leitender Bauingenieur ist nur für die Bauausführung zuständig. Und hier verdient sein Engagement für die Information der Bürger ein großes Lob. Sowohl für den Bau des Abschnittes Blankenburg- Karow als auch für Buch bis Bernau wurden Bürgerinformationsveranstaltungen organisiert – mehrmals in der „Festen Scheune“ in Buch, jetzt in Bernau und am 20. Sepember in der Mensa der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Gesamtschule in Panketal.

Um endlich für alle Bürgern an der Strecke der Stettiner Bahn einen gesunden Nachtschlaf zu ermöglichen, müssen wir als BINO weiter aktiv werden und rufen die Bernauer auf, sich aktiv bei uns mit einzubringen.

 

 

Zusammen sind wir stark – Bitte unterstützen Sie die Petition von Wächtersbach

Zusammen sind wir stark – Bitte unterstützen Sie die Petition von Wächtersbach

Liebe Mitstreiter,

Wir freuen uns, dass die Vernetzung der vielen Bürgerinitiativen voranschreitet. Immer wieder melden sich Initiativen, um gemeinsam unsere berechtigten Forderungen duchzusetzen: gesunden Nachtschlaf für alle Bürger unseres Landes – unabhängig davon, ob es alte Bahnstrecken, veränderte oder gänzlich neue Strecken sind. Die Gesundheit jedes Einzelnen hat den gleichen Wert! Weiterlesen

Pankower Nächte sind laut

Kurzmitteilung

Pankower Nächte sind laut,

Berliner Abendblatt, 28.10.2017

Deutsche Bahn montiert Schallschutzwände zwischen Bornholmer Straße und Blankenburg „Es wird dereinst eine Zeit kommen,da wird man den Lärm ebenso bekämpfen müssen, wie heute die Cholera oder die Pest“ – Robert Koch,visionärer Mikrobiologie-Pionier,wusste es schon damals: Lärm hat sich zu einem der größten Gesundheitsrisiken überhaupt gemausert. Besonders betroffen sind Anwohner an Flughäfen und Schienensträngen. Auch durch Pankow donnern tags und nachts endlos lange Kesselwagen-Züge, vor allem zur PCK-Raffinerie nach Schwedt. Die Strecke der Stettiner Bahn ist berüchtigt wegen ihres hohen, lärmenden Verkehrsaufkommens. „Nachts mit Spitzen bis zu 98 Dezibel.Eindeutig gesundheitsgefährdend“,sagt Dietrich Peters, Chef der Bürgerinitiative Nord/Ost – Gesund leben an der Schiene“ (BINO). In der Luft die Flieger nach TXL; am Boden die stampfend-lärmenden Waggons – das sei unerträglich für viele. Seit Jahren ringt BINO deshalb mit Deutscher Bahn und Behörden um Schallschutz und leisere Trassen. Lärmbelastete Wohnungen. Jetzt gibt es erste Erfolge: Anfang Oktober startete Berlins Bahnchef, Alexander Kaczmarek, an der Pankower Dolomitenstraße ein umfangreiches Schallschutz-Projekt. Eine Attrappe zunächst – doch bis Mai 2018 sollen sie stehen: die fünf Kilometer langen Schallschutzwände zwischen Bornholmer Straße und Blankenburg; beiderseits der Gleise; je nach Geländebeschaffenheit zwei bis drei Meter hoch. Fast acht Millionen Euro investiert der Bund dafür; zusätzlich werden 500 besonders lämbelastete Wohnungen für 170.000 Euro mit dämmenden Fenstern und Lüftern ausgestattet. „Die Gesundheit der Menschen ist uns wichtig“, sagt Kaczmarek. Die Bahn unternehme viel für einen Schienenverkehr, der so „leise wie möglich ist“. 3.700 des bundesweit fast 33.500 Kilometer umfassenden Schienennetzes gelten als besonders lärmbelastet. Doch einen Anspruch von Betroffenen auf Lärmschutz gibt es nur dort, wo etwa neue Gleise gelegt werden. Sanierte Strecken. Wie an der „Stettiner Bahn“ – die Strecke wird in den nächsten Jahren stark ausgebaut, erhält ein zweites Ferngleis, dann sollen die Züge 160 Kilometer schnell dahin donnern dürfen. Ob Schallwände ausreichend Schutz dagegen bieten, ist umstritten. Experten jedenfalls sehen sie eher skeptisch, weil sie den Schall nur umlenkten, Sichtachsen störten, Bodenvibrationen ja weiterhin blieben. Auch für TU-Professor Markus Hecht ist es der „falsche Weg, die Mauern zu bauen“. Er fordert, den Lärmschutz an der Quelle zu packen – also beispielsweise den Einsatz verbesserter Schienen, von leiseren Rädern und Bremssystemen. Bis 2020 investieren Bund und Bahn weitere 600 Millionen Euro in den Lärmschutz, rüsten den Wagenpark um, sanieren belastete Strecken; 35.000 der 64.000 Güterwagen rollen bereits auf leiseren Sohlen. Ohne Sperrung. Ob darunter bereits die Kesselwagen zum PCK Schwedt sind, ist ungewiss. Vermutlich werden die Pankower Nächte mit dem zweiten Gleis und dann höheren Geschwindigkeiten kaum ruhiger werden. Schon gar nicht in den nächsten Monaten: Vor allem nachts werden die Wandelemente gesetzt – „die Strecke ist zu wichtig, um sie tagsüber zu sperren“, sagt Kaczmarek und bittet die Anwohner um Verständnis. Diese nehmen es wohl resignierend hin. Ohnehin wundern sie sich, dass die Lärmschutzwände nur bis Blankenburg reichen. „Ist der Lärm etwa nur wenige Meter weiter nicht mehr gesundheitsgefährdend?“, fragt Dietrich Peters von BINO. Sie fordert Schutzwände bis Bernau. Dies lehnt das Eisenbahn-Bundesamt mit der Begründung ab, diese Strecke werde in absehbarer Zeit nicht weiter ausgebaut, also gäbe es hier keinen Anspruch auf Schutzwände.

BINO wird weiter kämpfen…

JÜRGEN ZWEIGERT

Aufruf zur Nutzung des Bahn-o-mat

Kurzmitteilung

Aufruf zur Nutzung des Bahn-o-mat

Bahn-o-mat bis zur Bundestagswahl online

Die Bürgerinitiative Nord/Ost – Gesund Leben an der Schiene e.V.(BINO) ruft gemeinsam mit anderen Bürgerinitiativen gegen Schienenlärm zur Nutzung des interaktiven Online-Angebots auf. Bürger können sich ein Bild davon machen, was die stärksten Parteien in der nächsten Legislaturperiode für weniger Bahnlärm tun wollen.

Nach dem Vorbild des Wahl-O-Mats ist (unter Federführung der Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal.e.V.) erstmals vor einer Bundestagswahl ein Bahn-o-Mat entwickelt worden. Unter www.bahn-o-mat.de können Bürger bis zum Wahltag am 24. September ihre eigene Position zum Bahnlärm durch Güterzüge mit denen der mitgliederstärksten Parteien abgleichen. Dazu müssen sie per Mausklick oder Fingerberührung 31 Thesen jeweils mit „Stimme zu“, „Egal/ weiß nicht“ oder „Stimme nicht zu“ beantworten. Der gesamte Durchlauf dauert rund 3 Minuten. Im Hintergrund analysiert das Programm, mit welcher Partei die Übereinstimmung am größten ist. Dazu haben die sechs mitgliederstärksten Parteien im Vorfeld selbst zu allen Aussagen Stellung bezogen. Die Thesen wurden von mehreren Bürgerinitiativen erarbeitet, die sich in verschiedenen Teilen Deutschlands für eine leise Bahn engagieren und das Bahn-o-Mat-Projekt unterstützen. So auch von der Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost Gesund leben an der Schiene e.V. (BINO)

„In den Wahlprogrammen der Parteien spielt das Thema Bahnlärm eine ganz untergeordnete Rolle“, sagt auch BI-Vorstand Dietrich Peters. „Darum wollen wir mit dem Bahn-o-Mat die betroffenen Anwohner darüber informieren, was von den mitgliederstärksten Parteien in der nächsten Legislaturperiode gegen den Güterbahnlärm geplant ist.“ Die Nutzung ist nicht nur äußerst simpel, sondern auch zeitlich flexibel und natürlich kostenfrei möglich. Es ist ein Angebot von Bürgern für Bürger. Möglich ist die Realisierung dank einer Förderung im Rahmen des Programms „Demokratie leben“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wird.

Seine Premiere erlebte der Bahn-o-Mat 2014 zur sächsischen Landtagswahl. Damals nahmen 3.500 Personen das interaktive Onlineportal in Anspruch. Diesmal liegt die Hoffnung bei bis zu 10.000 Nutzern. Seit der Freischaltung am 4. September besuchen täglich mindestens 300 Leute die Plattform. „Je höher die Beteiligung ist, desto mehr Eindruck macht es auf die Politik“, erklärt der BINO-Vorstand, „denn desto deutlicher wird die Dringlichkeit des Themas für die Bevölkerung.“ Das Votum der Bürger wird nach der Wahl den Mitgliedern des neuen Bundestages übergeben.

Weitere Informationen unter: www.bahn-o-mat.de

Kontakt: Dietrich Peters

Vorsitzender der BINO

Tel. 0172 8310944

BINO-Treffen mit dem Pankower Bürgermeister Sören Benn

Kurzmitteilung

BINO-Treffen  mit dem Pankower Bürgermeister Sören Benn

Am 9. 3. gab es im Pankower Rathaus ein Treffen von Vertretern der BINO mit dem Bezirksbürgermeister Sören Benn und seinem persönlichen Referenten Oliver Höfinghoff. Die Bürgerinitiative  stellte sich vor und bat um Unterstützung .

Wir hatten das Gefühl, offene Türen einzurennen: Sören Benn zeigte sich sehr gut informiert über den Stand sowohl der Arbeit unserer Bürgerinitative, als auch der der Bundesvereinigung sowie der derzeitigen gesetzlichen Lage und dem Stand der technischen Entwicklung bei der Bahn.Sicher hatte das auch damit zu tun, dass er ab 2013 Referent für Wirtschaft und Verkehr der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus war, und so schon längere Zeit Einblick in die Problematik der veralteten Technik im Güterverkehr hatte. Weiterlesen